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Claudia Bertram Ackerbrucher Str.7 52525 Heinsberg Copyright © 2002 - 2008 Claudia's Knuffelbären
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Darf
ich mich vorstellen, mein Name ist
Ich
bin ein richtiger Salzbuckel (so nennt man uns mit Salzwasser getauften Seebären
) und mein kleines Bärenleben war bis jetzt voller Aufregungen. Aber laßt mich
mal von Anfang an erzählen. Am
1.Mai fuhr meine Bärenmama Claudia Bertram, Ihr wißt schon, die mit den
Knuffelbären, mit meinem etwas älteren Bruder nach Bremerhaven um sich mit
Freunden zu treffen. Mein Brüderchen hat mir nachher alles brühwarm erzählt.
Das Treffen fand auf einem Segelschiff statt. Als ich von diesen hohen Masten
und dem riesigen Schiff hörte, stand für mich fest, ich werde ein Seebär und
fahre zur See. Da das Schiff genau in den gleichen Farben gehalten war wie mein
Körper, wußte ich auch schon wie ich heißen wollte. Sascha , weil es ein
russisches Schiff ist und Krusibär nach dem Namen des Schiffes Kruhsenstern. Um
auf diesem Schiff zu fahren, mußte ich aber erstmal von der Freundin meiner
Mama adoptiert werden. Der Abschied von Mama und meinem Bruder war zwar nicht
einfach, aber wenn sich ein Krusibär etwas in den Kopf setzt, dann führt er
das auch durch. Am 17.August war es endlich soweit. Wir flogen erstmal nach
London und von da aus fuhren wir mit dem Zug nach Falmouth. Reisen ist ja so
aufregend. Fliegen finde ich auch ganz spannend, aber man muß sich ja
entscheiden und mein kleines Bärenherz schlägt nun einmal fürs Wasser. In
Falmouth sah ich zum ersten Mal mein Schiff. 115 Meter lang war das Schiff, ich
konnte mich also 383 mal der Länge lang ausstrecken. Die 4 Masten hatte eine Höhe
von 56 Meter und wenn die 3400 Quadratmeter Segel aus feinstem Mohair gewesen wären,
wieviele Bären hätte man daraus machen können. Nachdem wir noch zwei Tage im
Hafen verbracht hatten, ging es an den Start. Denn wir fuhren Regatta. Prinzeß
Anne, die uns am Tag davor an Bord besucht hatte, gab den Startschuß. War das
ein Gedränge. Aber nach einem Superstart gings los. Mit zwanzig anderen Großseglern
und vielen kleineren Booten machten wir uns auf den Weg nach Lissabon. Bis zum nächsten
Tag sahen wir die anderen Schiffe noch und dann waren wir allein auf hoher See.
Der Wind kam wie üblich aus der falschen Richtung, nämlich genau von vorn. Die
ersten Tage kreuzten wir gegen den Wind und das Schiff hatte bis zu 20 Grad Schräglage.
Das Wasser rauschte in grünen Wellen am Kabinenfenster vorbei und ein Deck
tiefer konnte man sogar Fische sehen. Am 4. Tag zeigte sich die Biskaya von
ihrer besseren Seite. Sonnenschein und tiefblaues Wasser. Mit 4-5 Windstärken
und 4 Meter hohen Wellen flogen wir mit 14 Knoten dem Ziel entgegen. Für die
Landratten, unter den Lesern, das sind 26 Km/h. Ganz schön schnell für so eine
alte Dame. Begleitet
wurden wir von einer Gruppe Delphinen die sich in unserer Bugwelle tummelten.
Wie gerne wäre ich auf den Delphinen geritten. Bei diesem ruhigen Wetter durfte
ich auch mit in den Mast steigen. Von dort oben sind die Menschen an Bord nicht
viel größer als ich. Natürlich habe ich auch bei allen anderen Arbeiten mit
meine Bärenkräften zugepackt. Mit unseren Chiefmate Serge habe ich schnell
angefreundet und wir hielten manchen Plausch von Seebär zu Seebär. Am
23.August hatten wir es geschafft. Um 22 Uhr passierten wir die Ziellinie. Nach
berechneter Zeit waren wir als Sieger durchs Ziel gegangen. Sofort wurden alle
Segel geborgen und wir gingen auf Reede und ließen den Anker fallen. 3Tage mußten
wir noch warten bis wir in Lissabon einlaufen konnten. Das hat man davon wenn
man so schnell ist. In dieser Zeit wurde das Schiff wieder auf Vordermann
gebracht. Frei nach dem Motto " Wer nicht klönt der pönt". Pönen
heißt in der Seemannssprache anstreichen . Und so konnten wir, das Schiff und
ich, in strahlendem schwarz und weiß in die Mündung des Tejos einlaufen. Von
unseren Erlebnissen in Lissabon erzähle ich vielleicht ein anderes Mal. 3 Tage
hatten wir um uns umzusehen und wir haben sie auch reichlich ausgenutzt. Aber
meine Adoptiveltern zog es wieder nach Hause in ihre gemütliche Bärenhöhle in
der die anderen Bären schon sehnsüchtig auf meine Reiseerzählungen warteten.
Mit Sicherheit habe ich kein Seemannsgarn erzählt. Das wird nur in der Zeit
gesponnen in der man zu Hause bleiben muß. Aber am 19. September geht’s schon
wieder los. Mal sehen wie mir Friesland gefällt. Bis
dahin wünscht euch Mast und Schotbruch Euer
Sascha Krusibär
Bilder von der Reise - Pictures from the journey |